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By Jeanne Rubner

Sonne, Wind, Atom: Energiepolitik für die Zukunft

Kaum ein Thema hat die Bürger der Bundesrepublik so in gegensätzliche ideologische Lager getrennt wie die Frage nach dem Für und Wider der Kernenergie. Jeanne Rubner legt nun ein Buch vor, das schlüssig begründet, warum ein kompletter Verzicht auf Atomenergie auf absehbare Zeit nicht wünschenswert ist. Eine intelligente Provokation, die gelesen und diskutiert werden muss.

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Handeln aber müssen die Verschmutzer, die Unternehmen und die Bürger. Viele mögen sich überfordert fühlen oder resignieren angesichts der gewaltigen Aufgabe, bei der ein Einzelner kaum etwas ausrichten kann. Schellnhuber setzt deshalb auf »eine Koalition der Freiwilligen«, ein Bündnis aus Umweltverbänden, Regionen, Kommunen und Unternehmern. Dieses Bündnis könnte genügend kritisches Potenzial entfalten, um tatsächlich etwas zu bewirken. Aber wer soll den Klimaschutz bezahlen? Erneuerbare Energien sind teuer, Kohlekraftwerke, die das CO2 herausfiltern ebenso – die Kosten für die Volkswirtschaft gehen in die Billionen Euro.

Schließlich will Brüssel mehr Wettbewerb erzwingen, indem die EU die Arbeit der nationalen Regulierungsbehörden überwacht. Sichere Energie: Brüssel will ein Netz von »Energiekorrespondenten« auf die ganze Gemeinschaft verteilen, Fachleute also, die rechtzeitig vor möglichen Engpässen warnen. Ist der Notfall eingetreten, sollen die Mitgliedstaaten ihre Reserven an ein Nachbarland abtreten, das von der Versorgung abgeschnitten wurde. Mehr Lieferanten: Gas lässt sich schließlich nicht nur in Russland, sondern auch in Algerien kaufen.

Nach heftigem Schneefall knickten zahlreiche Masten im Münsterland wie Streichhölzer 42 um, die Menschen mussten tagelang ohne Strom auskommen. Herausreden konnten sich die Stromversorger zwar auch damit, dass das Münsterland dünn besiedelt ist. Für das reihenweise Umknicken der Masten konnten sie aber keine Erklärung liefern – außer dass der Stahl wohl spröde geworden war. Nicht nur die Masten sind in die Jahre gekommen, auch die Kraftwerke werden allmählich altersschwach. Viele Strommeiler und das Netz stammen aus den Sechziger- und Siebzigerjahren und müssten jetzt rundum erneuert oder gar ersetzt werden.

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